Dienstag, 28. Februar 2012

Akathistos des Immerwährenden Gebetes





                                                                                                            Hieromönch Ghelasie Gheorghe

                                                                                            


 Motto: 

Sieh, da bin ich, HERR, vor Dir in  ANBETUNG VERHARREND










Der gewöhnliche Anfang...

Troparion, 1. Ton

Selig sind die, die in ANBETUNG VERHARREN und Tag und Nacht das GEHEIMNISVOLLE GEBET suchen, das bis zum Himmel dringt und die Erde verwandelt ins Gesegnete Paradies, wo der Mensch zu seinem Heil erschaffen wurde.

1.Kontakion

O Selig ist das MYSTERIUM des VERHARRENS vor der GÖTTLICHEN LIEBE, die sich verwandelt in den ALTAR, wo die ANBETUNG als GABE des Immerwährenden GEBETES DARGEBRACHT wird: Sieh, da bin ich, HERR, vor Dir in ANBETUNG VERHARREND!

1.Ikos

Der GÖTTLICHE SOHN selbst BETET den VATER AN und der ALLERHEILIGSTE GEIST VERNEIGT Sich und Sie SIND gleichzeitig in der GEHEIMNISVOLLEN VEREINIGUNG. Dieses BILD TRAGEN wir auch in uns, lasst uns vollbringen das gleiche:

Sieh, da bin ich, HERR, die GABE der ANBETUNG BRINGE ich dir DAR;
Sieh, da bin ich, HERR, Dein BILD in mir Enthülle ich;
Sieh, da bin ich, HERR, Dein in mir EINGEPRÄGTES BILD mache ich zum ALTAR;
Sieh, da bin ich, HERR, vor Deinem GÖTTLICHEN ALTAR Knie ich nieder;
Sieh, da bin ich, HERR, vor Dir VERHARREND;
Sieh, da bin ich, HERR, das Geschöpf, vor dem SCHÖPFER VERHARREND;
Sieh, da bin ich, HERR, ich BEKENNE mich zu Dir, mein GOTT;
Sieh, da bin ich, HERR, ich bringe Dir meine DANKSAGUNG dar;
Sieh, da bin ich, HERR, ich RUFE mit Freude Deinen NAMEN;
Sieh, da bin ich, HERR, ich KOMME, um Dir zu BEGEGNEN;
Sieh, da bin ich, HERR, nur mit Dir VEREINT LEBE ich;
Sieh, da bin ich, HERR, vor Dir in ANBETUNG VERHARREND!

2.Kontakion

Was ist das GEBET und weshalb SEHNT Es sich, IMMERWÄHREND zu sein? Das GEBET ist LIEBE-ALTAR, Es ist GABE-ANBETUNG, Es ist der GEIST-das Ununterbrochene VERHARREN im Gesang von: HALLELUJA!

2.Ikos

Dieses Bild der GEHEIMNISVOLLEN DREIEINIGKEIT ist auch in unserem Wesen als Geschöpfe und wir können nicht Leben ohne LIEBE-ALTAR, ohne GABE-ANBETUNG, ohne den GEIST-das VERHARREN vor der GÖTTLICHKEIT:

Sieh, da bin ich, HERR, mein ganzes Wesen ist ein BILD des GEBETES;
Sieh, da bin ich, HERR, meine Natur ist das GEBET selbst;
Sieh, da bin ich, HERR, das GEBET- die ANBETUNG des Geschöpfes vor dem SCHÖPFER;
Sieh, da bin ich, HERR, die Gabe des Geschöpfes, die dem SCHÖPFER gebührt;
Sieh, da bin ich, HERR, dein LOB ist tief in mir verborgen;
Sieh, da bin ich, HERR, Deinen NAMEN kenne ich von Geburt an;
Sieh, da bin ich, HERR, Deinen NAMEN erkannte ich vom ersten Hören;
Sieh, da bin ich, HERR, Du bist in Meinem Verstand der ERSTE Gedanke;
Sieh, da bin ich, HERR, Du bist in Meinem Herzen das ERSTE Gefühl;
Sieh, da bin ich, HERR, darum BETE ich unentwegt;
Sieh, da bin ich, HERR, darum BRINGE ich Dir die GABE des Immerwährenden GEBETES DAR;
Sieh, da bin ich, HERR, vor Dir in ANBETUNG VERHARREND!

3.Kontakion

Wer fragt, was das WESEN ist, antwortet, Es ist die LIEBE; Wer fragt, was die LIEBE ist, antwortet, Sie ist die HINGABE-ANBETUNG; Wer fragt, was die ANBETUNG ist, antwortet, Sie ist das GEBET; Wer fragt, was das GEBET ist, antwortet, Es ist der GESANG der LIEBE im Immerwährenden GEIST von: HALLELUJA!

3.Ikos

Wer fragt, was das VERHARREN im GEBET ist - es ist der GEIST, der alles VEREINT und VERWANDELT in eine WOHNUNG der BEGEGNUNG, wo die LIEBE und die ANBETUNG von ANGESICHT zu ANGESICHT ohne Vermischung Bleiben:

Sieh, da bin ich, HERR, das GEBET ist Meine Natur;
Sieh, da bin ich, HERR, das GEBET ist Mein Verstand;
Sieh, da bin ich, HERR, das GEBET ist Mein Herz;
Sieh, da bin ich, HERR, das GEBET ist Mein Atem;
Sieh, da bin ich, HERR, das GEBET ist Mein Sehen;
Sieh, da bin ich, HERR, das GEBET ist mein Hören;
Sieh, da bin ich, HERR, das GEBET ist all meine Bewegung;
Sieh, da bin ich, HERR, das GEBET ist Mein Sitzen;
Sieh, da bin ich, HERR, das GEBET ist meine GEHEIMNISVOLLE NAHRUNG;
Sieh, da bin ich, HERR, das GEBET ist Mein LEBENDIGER TRUNK;
Sieh, da bin ich, HERR, das GEBET ist die LEITER zwischen Himmel und Erde;
Sieh, da bin ich HERR, vor Dir in ANBETUNG VERHARREND!

4. Kondakion


Ständig fragst du dich was das GEBET ist und ständig VERHARREN der VERSTAND und das Herz an der GEHEIMNISVOLLEN GRENZE, wo das Geschöpf und GOTT der SCHÖPFER ÜBER Sich HINAUS in das LEBENDIGE KREUZ Hinüberschreiten, die GROßE BEGEGNUNG, im Gesang von: HALLELUJA!

4.Ikos

Wenn das Geschöpf VERHARRT an der GÖTTLICHEN GRENZE und sich der HERABSTEIGUNG GOTTES im KREUZ der GEHEIMNISSVOLLEN ANBETUNG Öffnet, verrrichtet es eben das GEBET:

Sieh, da bin ich, HERR, ich VERHARRE an der GRENZE zwischen Dir und mir;
Sieh, da bin ich, HERR, ich Öffne mich Deinem Kommen in die Welt;
Sieh, da bin ich, HERR, im LEBENDIGEN KREUZ der BEGEGNUNG;
Sieh, da bin ich, HERR, nur in diesem KREUZ komme ich zu Dir;
Sieh, da bin ich, HERR, nur in diesem KREUZ KOMMST Du zu mir;
Sieh, da bin ich, HERR, in ANBETUNG dieses KREUZES VERHARREND;
Sieh, da bin ich, HERR, im GEBET des GESCHÖPFES,
Sieh, da bin ich, HERR, im GEBET der Welt selbst;
Sieh, da bin ich, HERR, ich komme auch mit der GEHEIMNISVOLLEN SEHNSUCHT;
Sieh, da bin ich, HERR, auch, der vom LICHT Entflammte,
Sieh, da bin ich, HERR, auch, das Geschöpf, das nur mit Dir zusammen Sein LEBEN findet;
Sieh, da bin ich, HERR, Vor Dir in ANBETUNG VERHARREND!

5.Kondakion

Warum muss das GEBET Immerwährend sein? Weil das GEBET das LEBENDIGE KREUZ, der Grund der Welt ist, worauf das LEBEN der Geschöpfe sich bewegt, denn das LEBEN ist die IMMERWÄHRENDE ANBETUNG selbst , im Gesang von: HALLELUJA!

5.Ikos

Das Licht in Sich ist die GÖTTLICHKEIT Selbst, und die Welt muss sich Ständig ihr gegenüber BEWEGEN, sonst fällt man ins Dunkel des Todes:

Sieh, da bin ich, HERR, das LEBEN in mir ist das GEBET selbst;
Sieh, da bin ich, HERR, mein LEBEN ist die ANBETUNG selbst ;
Sieh, da bin ich, HERR, mein Verstand hat das Denken des LEBENDIGEN KREUZES;
Sieh, da bin ich, HERR, auch mein Herz hat das Gefühl des KREUZES;
Sieh, da bin ich, HERR, im GEHEIMNIS des KREUZES BETEND;
Sieh, da bin ich, HERR, durch das KREUZ ist das SEHEN des Unsichtbaren;
Sieh, da bin ich, HERR, durch das KREUZ kann ich auch mit Dir SPRECHEN;
Sieh, da bin ich, HERR, denn das KREUZ ist das GEBET;
Sieh, da bin ich, HERR, denn das GEBET ist die ANBETUNG des KREUZES;
Sieh, da bin ich, HERR, im Immerwährenden GEBET VERHARREND;
Sieh, da bin ich, HERR, denn das GEBET ist das VERHARREN im KREUZ;
Sieh, da bin ich, HERR, vor Dir in ANBETUNG VERHARREND!

6.Kontakion

Im ANFANG war das WORT und das WORT ist das GEHEIMNIS des BILDES des GÖTTLICHEN SOHNES, und der SOHN ist die GEBURT aus der LIEBE des GOTTVATERS und der SOHN Antwortet mit seiner HINGABE- ANBETUNG, mit der Geheimnisvollen SPRACHE: HALLELUJA!

6.Ikos

Durch den SOHN- das GÖTTLICHE WORT wurde auch die Welt erschaffen und alles ist das SPRECHEN-die HINGABE- die VERNEIGUNG des SOHNES vor dem VATER:

Sieh, da bin ich, HERR, auch ich das BILD des GÖTTLICHEN SOHNES;
Sieh, da bin ich, HERR, auch ich eine GEHEIMNISVOLLE VERNEIGUNG des SOHNES;
Sieh, da bin ich, HERR, das LEBENDIGE KREUZ des SOHNES;
Sieh, da bin ich, HERR, auch ich der Mensch, das BILD des KREUZES der Welt;
Sieh, da bin ich, HERR, auch ich der Mensch, das BILD des GEBETES des SOHNES;
Sieh, da bin ich, HERR, die GABE des SOHNES an den VATER;
Sieh, da bin ich, HERR, auch ich Antworte mit meiner Hingabe;
Sieh, da bin ich, HERR, auch ich Antworte mit meinem GEBET;
Sieh, da bin ich, HERR, Empfange auch die Gabe meiner Anbetung;
Sieh, da bin ich, HERR, auch ich, der Geringe, der sich zu Dir Erhebt;
Sieh, da bin ich, HERR, auch ich, der Sterbliche, der an der GRENZE der Ewigkeit VERHARRT;
Sieh, da bin ich, HERR, vor Dir in ANBETUNG VERHARREND!

7.Kontakion

Deine VERKÖRPERUNG, SOHN GOTTES, bringt uns die OFFENBARUNG des GEHEIMNISSES des LEBENDIGEN KREUZES, die GRENZE zwischen dem SCHÖPFER und dem GESCHÖPF, die verwandelt wird in die Himmlische und die Irdische KIRCHE mit dem ALTAR der LIEBE, mit der GABE der ANBETUNG, mit der SAMMLUNG im ZUSTAND des GEBETES von: HALLELUJA!

7.Ikos

HERR JESUS, VERKÖRPERTER SOHN GOTTES, Du bist das BILD des LEBENDIGEN und Immerwährenden GEBETES, Du bist der GROßE ARCHIEREUS, der die LITURGIE des HEILIGEN ABENDMAHLES- des LEIBES der Welt und der Ewigkeit FEIERT:

Sieh, da bin ich, HERR, auch ich ein TEILHABENDER am GÖTTLICHEN MYSTERIUM;
Sieh, da bin ich, HERR, auch ich zu Deinem ALTAR berufen;
Sieh, da bin ich, HERR, auch ich berufen, meine GABE DARZUBRINGEN;
Sieh, da bin ich, HERR, auch ich ein Diener deines FEIERNS der LITURGIE;
Sieh, da bin ich, HERR JESUS, Du GÖTTLICHER ARCHIEREUS;
Sieh, da bin ich, HERR, auch ich singe dein GEBET;
Sieh, da bin ich, HERR, auch ich VERNEIGE mich vor deiner VERNEIGUNG;
Sieh, da bin ich, HERR, auch ich sehne mich nach Deinem ABENDMAHL;
Sieh, da bin ich, HERR, auch mich dürstet nach dem LEBENDIGEN WASSER;
Sieh, da bin ich, HERR, auch mich hungert nach dem BROT der Unsterblichkeit;
Sieh, da bin ich, HERR, wie nur alles in Deinem GEBET VOLLENDET wird;
Sieh, da bin ich, HERR, vor Dir in ANBETUNG VERHARREND!

8.Kondakion

Die schreckliche Sünde des Geschöpfes verdunkelte den ALTAR-die LIEBE und verwandelte die ANBETUNG in Mord und Tod und das LEBENDIGE KREUZ in LEID und so ging das GEBET verloren in den niederen Leidenschaften, ohne den Gesang von: HALLELUJA!

8.Ikos

Das Geschöpf verdarb sein BILD des SOHNES und verließ das VÄTERLICHE HAUS und fiel aus dem SPRECHEN mit GOTT ins ”Sprechen des Todes”, und so verbarg sich das GEHEIMNIS des GEBETES:

Sieh, da bin ich, HERR, das MYSTERIUM des GEBETES möchte ich SUCHEN;
Sieh, da bin ich, HERR, den ALTAR der LIEBE will ich Aufbauen;
Sieh, da bin ich, HERR, Empfange auch meine ärmliche GABE;
Sieh, da bin ich, HERR, Deinen Heiligen versuche ich zu folgen;
Sieh, da bin ich, HERR, ein Sohn der MUTTERGOTTES will ich auch werden;
Sieh, da bin ich, HERR, wie auch ich Dein BILD in mir wachsen lassen muss;
Sieh, da bin ich, HERR, wie auch ich wie die Heiligen leben muss;
Sieh, da bin ich, HERR, wie auch ich Dich in mir VERKÖRPERN muss;
Sieh, da bin ich, HERR, wie auch ich EINS WERDEN muss mit Deinem LEIB;
Sieh, da bin ich, HERR, allein DEINE MUTTER GEBÄRT DICH, ich VERKÖRPERTE Dich nur;
Sieh, da bin ich, HERR, der Mensch ist nicht ein GEBÄRER, sondern eine VERKÖRPERUNG GOTTES, ein GOTT-TRÄGER;
Sieh, da bin ich, HERR, vor Dir in ANBETUNG VERHARREND!

9.Kondakion

O GEBET, GEBET, wie SEHNT sich nur mein ganzes Wesen nach Dir, und Tag und Nacht kämpfe ich mit der Sünde und den Leidenschaften in mir, und in ANBETUNG RUFE ich DICH, SOHN GOTTES, und ich BITTE Dich, dass ich wieder Ununterbrochen Singen kann: HALLELUJA!

9.Ikos

Wie soll ich BETEN, wie soll ich das MYSTERIUM des GEBETES gewinnen? Das GEBET, das BILD der KIRCHE CHRISTI, ist GÖTTLICHER ALTAR, ist ANBETUNG-GABE, ist SAMMLUNG-VERHARREN im GEBET:

Sieh, da bin ich, HERR, Empfange auch mich in Deine KIRCHE;
Sieh, da bin ich, HERR, ohne das BILD der KIRCHE gibt es kein GEBET;
Sieh, da bin ich, HERR, diejenigen ohne KIRCHE haben keinen ALTAR;
Sieh, da bin ich, HERR, diejenigen ohne KIRCHE, haben nicht die ANBETUNG- das KREUZ;
Sieh, da bin ich, HERR, diejenigen ohne KIRCHE haben keine GABE, sie haben nur getötete Opfer;
Sieh, da bin ich, HERR, die ohne KIRCHE Denken ohne das SEHEN;
Sieh, da bin ich, HERR, die ohne KIRCHE glauben, Du seist ”verborgen”;
Sieh, da bin ich, HERR, die ohne KIRCHE haben nicht mehr das GEHEIMNISVOLLE WORT;
Sieh, da bin ich, HERR, diejenigen ohne KIRCHE haben nur eine Sprache der Welt;
Sieh, da bin ich, HERR, diejenigen ohne KIRCHE suchen Dich, aber sie finden Dich nicht;
Sieh, da bin ich, HERR, allein im BILD der KIRCHE OFFENBARST Du Dich Wahrhaft;
Sieh, da bin ich, HERR, vor Dir in ANBETUNG VERHARREND!

10.Kondakion

Das Gebet kann nur durch das BILD der GEHEIMNISVOLLEN DREIEINIGKEIT, des ALTARES-der GÖTTLICHEN LIEBE, der GABE-ANBETUNG und des VERHARRENS vor Deinem ANGESICHT sein, im Gesang von: HALLELUJA!

10.Ikos

Allein durch das BILD CHRISTI, den GÖTTLICHEN SOHN, ist das DREIEINIGE GEBET möglich, und einzig Seine KIRCHE ist die WOHNUNG, wo GOTT in die Welt Herabsteigt und dem Geschöpf BEGEGNET:

Sieh, da bin ich, HERR, auch ich, das Geschöpf deines BILDES;
Sieh, da bin ich, HERR, auch ich, das Geschöpf mit dem GEHEIMNISVOLLEN BILD;
Sieh, da bin ich, HERR, auch ich, das Geschöpf, BERUFEN, dein BILD zu Tragen;
Sieh, da bin ich, HERR, auch ich, ein SOHN der GÖTTLICHEN KIRCHE;
Sieh, da bin ich, HERR, auch ich, eine WOHNUNG der Großen BEGEGNUNG;
Sieh, da bin ich, HERR, auch ich, mit dem ALLERHEILIGSTEN SIEGEL;
Sieh, da bin ich, HERR, auch, ich ein ERBE der GABE;
Sieh, da bin ich, HERR, auch ich, mit der PERLE der LIEBE;
Sieh, da bin ich, HERR, auch ich, ein ACKER, dessen SCHATZ Dein BILD ist;
Sieh, da bin ich, HERR, auch der, der den SCHATZ ausgraben muss;
Sieh, da bin ich, HERR, auch der, der die AMPEL des BETENS ANZÜNDEN muss;
Sieh, da bin ich, HERR, vor Dir IN ANBETUNG VERHARREND!

11.Kontakion

GEBET, GEBET, wie kann ich Dich nur gewinnen? Ich muss die SPRACHE der LIEBE lernen, die HINGABE-der- ANBETUNG Üben, ich muss VERHARREN im GEIST des Immerwährenden Gesanges von: HALLELUJA!

11.Ikos

Die LIEBE ist das GEBET Selbst an GOTTVATER; die ANBETUNG ist das GEBET Selbst an den SOHN- HERRN CHRISTUS; Unentwegt im GEBET zu VERHARREN ist das GEBET an den HEILIGEN GEIST, und allein in dieser DREIEINIGKEIT ist das GEBET vollständig:

Sieh, da bin ich, HERR, durch die ANBETUNG versuche ich die LIEBE zu Gewinnen;
Sieh, da bin ich, HERR, durch die ANBETUNG versuche ich im GEIST zu VERHAREN;
Sieh, da bin ich, HERR, durch die ANBETUNG enthülle ich mein BILD des SOHNES;
Sieh, da bin ich, HERR, durch die ANBETUNG lerne ich die GÖTTLICHE Sprache;
Sieh, da bin ich, HERR, durch die ANBETUNG löse ich die IRDISCHE Natur auf;
Sieh, da bin ich, HERR, durch die ANBETUNG werde ich auch zum HIMMLISCHEN erhoben;
Sieh, da bin ich, HERR, durch die ANBETUNG AUFERSTEHE ich am GEHEIMNISVOLLEN KREUZ;
Sieh, da bin ich, HERR, durch die ANBETUNG werden mir die Sünden vergeben;
Sieh, da bin ich, HERR, durch die ANBETUNG wird mein Verstand Erleuchtet;
Sieh, da bin ich, HERR, durch die ANBETUNG wird mein Herz Gereinigt;
Sieh, da bin ich, HERR, durch das BILD des Herren CHRISTUS bete ich;
Sieh, da bin ich, HERR, Vor Dir in ANBETUNG VERHARREND!

12.Kontakion

Ich Rufe Deinen ALLERHEILIGSTEN NAMEN, HERR JESUS CHRISTUS, MENSCHGEWORDENER GÖTTLICHER SOHN, ich Rufe Ihn Unentwegt, mit dem Mund, mit dem Verstand, ins Herz, durch Wachen, Fasten und Metanien und so suche ich das GEBET zu gewinnen, im Gesang von: HALLELUJA!

12.Ikos

Ich hüte mich vor den Täuschungen der Einbildungen, der trügerischen und listigen Bilder und Stimmen, und in der ANBETUNG, die alles ANHÄLT und allem eine Grenze setzt, richte ich mein Demutiges Gebet an Dich:

Sieh, da bin ich, HERR, ich Spreche Deinen NAMEN aus, den GRÖßTEN NAMEN;
Sieh, da bin ich, HERR, Dein NAME, JESUS, ist in meinem Verstand;
Sieh, da bin ich, HERR, Dein NAME, JESUS, ruht in meinem Herzen aus;
Sieh, da bin ich, HERR, Deinen NAMEN mache ich zu einer IKONE der ANBETUNG;
Sieh, da bin ich, HERR, Deinen NAMEN mache ich zur GEHEIMNISVOLLEN GRENZE;
Sieh, da bin ich, HERR, ich nehme mit Freude das KREUZ Deiner AUFERSTEHUNG auf;
Sieh, da bin ich, HERR, JESUS, die KIRCHE der GÖTTLICHEN DREIEINIGKEIT;
Sieh, da bin ich, HERR, in ANBETUNG VERHARRE ich vor Deinem ANGESICHT;
Sieh, da bin ich, HERR, in ANBETUNG BEKENNE ich mich zu Dir;
Sieh, da bin ich, HERR, Empfange mich auch nach dem BILD des GEBETES;
Sieh, da bin ich, Herr, die GOTTESGEBÄRERIN mache ich zur IKONE der ANBETUNG;
Sieh, da bin ich, HERR, Vor Dir in ANBETUNG VERHARREND!

13.Kontakion

O HERR CHRISTUS, Du bist das BILD des GEBETES im Himmel und auf Erden und die ANBETUNG-die HINGABE ist Dein MYSTERIUM selbst, das KREUZ und die KIRCHE sind deine IKONE selbst, durch welche die ganze Schöpfung Geboren wird und Heranwächst zur EWIGKEIT des Immerwährenden GEBETES, im Gesang von: HALLELUJA!
(dreimal)

Dann werden 1.Ikos und 1. Kontakion wiederholt.



(Übersetzung aus dem Rumänischen von mir, den rumänischen Originaltext kan man hier lesen: 



Dienstag, 22. Februar 2011

Vater Ghelasie Gheorghe: Der Hesychasmus, die Mystik der Liturgie Christi

Der Hesychamus – die immerwährende Fortsetzung der Liturgie Christi


Der Hesychasmus ist eine immerwährende Liturgie Christi, im Gesang des Verstandes des Herzens und unmittelbar der Seele. Das Hesychastische Gebet ist der Gesang des Permanenten, ununterbrochenen Dienens der Liturgie im Inneren deren, die eine Lebendige Kirche Christi sein möchten. Der Hesychasmus ist Mystische Vereinung durch Christus. Christus ist Eucharistische Liturgie. Die Liturgie ist im Ritual des HEILIGEN GEISTES und im Gesang der Kirche. Die Schöpfung ist Bild der Kirche, und Gott ist Bild der Priesterschaft. Die Kirche ohne Ritual und ohne Liturgie wird entheiligt bis zur Laizisierung.

Die, die eine intensives Heiliges Erleben wünschen, haben ”den Hesychastischen Weg” gefunden. Der Hesychasmus ist eine unaufhörliche Fortsetzung des Feierns der Liturgie Christi. Die Eremiten und die Mönche haben das Bedürfnis empunden, die Liturgie Christi unuterbrochen zu erleben. Heute wollen auch viele Laien dieses Erleben erreichen.

Darum ”steigt” der Hesychasmus” in die Welt herab och wird ein Weg für viele. Der Hesychasmus ist eine Fortsetzung der Kirche Christi zu einer Inneren Kirche, wo eine Fortsetzung der Christlichen Liturgie unablässig gefeiert wird. Der Hesychastische Weg ist der gleiche für alle, ohne Unterschied. Viele versuchen ein Christentum ohne Kirche zu leben. Seid vorsichtig. Die Kirche ist die Wohnstätte der Liturgie Christi und ohne die Kirche kann man die Liturgie Christi nicht feiern. Das Bild der Kirche ist das Bild der Schöpfung, wo Gott der Schöpfer Seine Liturgie der Schöpfung feiert, indem Er in die Schöpfung herabsteigt und die Schöpfung an der Eucharistie Seiner Eigenen Göttlichkeit teilhaben läßt. Um Gott empfangen zu können, muss die Schöpfung die Kirche-der Geheiligte Tempel der Liturgie-der Herabsteigung Gottes in die Schöpfung sein. Der Hesychasmus ist das Mysterium der Gnade der Liturgie Christi im Ritual des BILDES DES HEILIGEN GEISTES. Der Hesychasmus ist das Heilige Ritual der Kirche der Schöpfung gerade dadurch, dass er die Herabsteigung der Liturgie der Kirche Christi in die Schöpfung ist. Die Mystik bedeutet Vereinung. Die Religion bedeutet Verbindung mit Gott. Nach dem Sündenfall, der Vertreibung aus dem Paradies wird die Verbindung zu Gott schwächer.

Wir trennen uns von Gott, aber Gott trennt sich niemals von uns. Darum steigt Gott unaufhörlich durch die Liturgie Christi in die Schöpfung herab. Aus Christlicher Sicht ist unser Wesen der Schöpfung Abbild und Ähnlichkeit des ANTLITZES GOTTES. (Genesis 1, 27). So ist der Hesychasmus die Mystik der Vereinung mit Gott, Der Jenseits des Geschaffenen Wesens ist. Das Christentum ist nicht Panteistisch, sondern Kreationistisch. Der Hesychasmus ist zuerst Vereinung mit Gott, durch Den dann unsere Seele sich hervorhebt. Gott ist Der, der ”die Tür unserer Seele öffnet”, denn Er hat den Schlüssel ...Darum beginnt das Christentum mit dem Empfangen Christi, Der dann Erfüllt, was wir nicht vermögen zu erfüllen. Christus steigt in die Schöpfung herab aus LIEBE, die LIEBE ist LITURGIE. So ist die Herabsteigung Gottes in die Schöpfung die Herabsteigung der Liturgie Seiner Liebe, die EUCHARISTIE-KÖNIGREICH wird.


(erschienen im Band "Trăirea Mistică a Liturghiei" ("Das mystische Erleben der LITURGIE"), Platytera Verlag, Bukarest, 2009, S. 109-110. Übersetzung aus dem Rumänischen: Monica Lassaren)

Copyright: Platytera Verlag


(die englische Version : http://iconicrenaissance.blogspot.com/2011/02/hesychasm-mysticism-of-christian.html )


Samstag, 4. Dezember 2010

Hieromönch Ghelasie Gheorghe: ”Hundert VERSE über den Hesychasmus”



Einleitung

Hier versuchen wir das MYSTERIUM der Christlichen Mystik – deren allgemein anerkannter Name Hesychasmus ist- unmittelbarer und Praktischer darzustellen.

”Hesychie – Ruhe” ist nur ein vager Hinweis, der Sinn der Hesychie liegt in dem in ihr enthaltenem eigentlichen MYSTERIUM. Der Hesychasmus ist eine bestimmte Mystik, nicht ”eine Mystik in Sich”, wie es manche verlangen.

Die Mystik bedeutet ”Das LETZTE MYSTERIUM, das ABSOLUTE!” Dessen Suchen und Finden ist die mystische Praxis.

Aber ”das LETZTE MYSTERIUM” ist kein ”Antlitzloses Mysterium”. Im Hesychasmus ist ein GEWISSES MYSTERIUM, mit einem GEWISSEN ANTLITZ und darum ist die Hesychastische Mystik eine streng spezifische Mystik.

Immer mehr Menschen wollen den Hesychasmus in eine ”universelle Mystik” verwandeln, weil sie sie auf ihre so-genannte mystische ”Essenz” reduzieren, die ”Einzig” wäre (auch wenn sie sich in verschiedene Ausdrücks- und Manifestationsformen kleidet). Wir aber behaupten, dass die Reduzierung des ”Hesychasmus” zur ”essentiellen Mystik” selbst die Grundlage der Mystik verfälscht.

Der Hesychasmus kann nur eine ”streng Christliche Mystik” sein und, noch mehr, nur ein GEWISSES Christentum – das ORTHODOXE CHRISTENTUM.

Dieses ”GEWISSE” soll nicht verstanden werden als eine ”Einschränkung”, und gar nicht als eine ”Überheblichkeit”, dass man ”besser” oder ”wer weiß was besonderes” sei...Ich möchte keinen Disput und keinen Streit mit anderen ”Arten ” von Mystik führen...Der Hesychasmus bewahrt sein ANTLITZ sehr ”sorgfältig” , auch wenn es ”alt” und wie in den ursprünglichen Ikonen nur durch ein paar ”Linien” dargestellt ist.

Die Unwissenden von heute klagen eben über diese ”Einfachheit-Armut” des Hesychasmus und ”verlangen” darum eine ”Rekonstruktion und Neuwertung” der eigentlichen Christlichen Mystik. Die Theologen haben durch eingehende ”Studien” versucht, den Hesychasmus im Zusammenhang der sogenannten ”allgemeinen Mystik” einzuordnen (sie mit der Katholischen, orientalischen Mystik zu vergleichen, bis zu einer Rückkehr zur Antike.)

Es stimmt, dass es uns, den heutigen Menschen, die die ”Wissenschaftliche Emanzipation” gewohnt sind, ”schwerfällt”, uns ”neben alte Skellete zu stellen” (auch wenn sie ”Heilige Reliquien” sind.)

Der Hesychasmus ist eben diese ”SAKRALITÄT der Gebeine- der Heiligen Reliquien”. Dieser ”Kult des Traditionalismus, der sich in die Heiligen Reliquien verwandelt”, ist die Echte Hesychastische Mystik.

Die Hesychastische Mystik ist nicht das Suchen nach der ”letzten Essenz”, sondern ”das Suchen nach den Quellen”. Die Hesychastische Mystik strebt nicht nach ”der Göttlichen Kontemplation”, sondern FÄLLT AUF DIE KNIE an den GRÄBERN der Heiligen QUELLEN und VERHARRT in ihrem LITURGISCHEN RITUAL. Jenes JENSEITS aber bleibt ”das MYSTERIUM”, vor welchem man in der VERNEIGUNG VERHARRT, mit der Stirn und den Blick nach unten gewendet, damit sie nicht ”ermüden”.

Der Hesychasmus ist nicht so sehr ”das Göttliche SEHEN” (das als so wichtig betrachtet wird), sondern das Einhalten der durch das ÜBERTRETEN der GÖTTLICHEN GRENZE verursachten ”ERBLINDUNG”, Dieses ”mystische Paradoxon” ist die Hesychastische Mystik. Nach der Heiligen Schrift, war im Garten Eden ”der Baum-die Grenze- des Todes” und der BAUM-die GRENZE-des LEBENS, ”die Finsternis und das LICHT”, ”die Erblindung und das SEHEN”.

Adam, der Mensch, der im Garten Eden lebte, hatte keinen ”Zugang” zum BAUM-des SEHENS-des LEBENS”, weil DER das GROßE MYSTERIUM war, aber er hatte Zugang zum ”Baum-der Erblindung-des Todes.”

Die Schlange-der Dämon betrügt Adam mit dem ”Öffnen der Augen”, dass er wie GOTT würde, was sich als Lüge heraustellt, denn, anstatt dass sie des GÖTTLICHEN SEHEN teilhaftig werden, sehen Adam und Eva sich ”nackt” und sie erleiden den Fall in die ”Verderbnis-die Finsternis des Todes”. (Genesis 3,5).

Der biblische Mensch hat ”die uralte Furcht” ”der Erblindung des Todes” und darum ist ”die Biblische Mystik” ”der Hesychasmus- das Einhalten” dieser Erblindung, das Einzige, was ihm ”die Ruhe”- die Hesychie wiedergeben wird.

Der Biblische Mensch fürchtet auch das VERNICHTENDE FEUER des BAUMES des LEBENS und ”die Erblindung des Todes”, darum ist die Ruhe-die Hesychie des Menschen ”zwischen” diesen beiden GRENZEN.

Die Mystik des ”EINTRITTS in das GÖTTLICHE” ist nicht länger ”die Mystik des Menschen”, sondern die ÜBERMYSTIK, die das GÖTTLICHE im Menschen BEWIRKT, darum kann man nicht über diese Mystik sprechen, sondern nur über die Mystik des EINHALTENS der Erblindung des Menschen.

In der Philokalia sind alle mystischen Darstellungen der Heiligen Väter in diesem Sinne, des ”Austrittes” aus der Sünde der Erblindung-des Todes-der Finsternis, und erst danach des "STEHENS" vor dem ANGESICHT des GÖTTLICHEN MYSTERIUMS. Alle nicht-biblischen Mystikformen sind ”Mystik mit einem luziferischen Beigeschmack”, Mystik der ”Erblindung-des Todes” und der dämonischen Frechheit”, der "Selbstvergöttlichung -des falschen göttlichen Sehens”.

Biblisch gesehen, hat der Mensch keine ”GÖTTLICHE Essenz”, aber sein URSPRUNG ist im GÖTTLICHEN ERSCHAFFEN. Der Mensch trägt das SIEGEL des GÖTTLICHEN ANTLITZES, das sich im Wesen des Menschen EINGEPRÄGT HAT durch den GÖTTLICHEN ATEM. Der Mensch hat in Sich Selbst nicht den GÖTTLICHEN ATEM, sondern das AKTIVE des GÖTTLICHEN ATEMS, der ihm das GÖTTLICHE ANTLITZ Schöpferisch EINPRÄGT.

”Die GÖTTLICHE Essenz” des Menschen ist dieses SIEGEL-GÖTTLICHE ANTLITZ, das gleichzeitig ein ewiges GÖTTLICHES AKTIV wird. Dieses SIEGEL-ANTLITZ ist nicht bloß ein einfacher ”Abdruck”, sondern ein ”LEBENDIGES” des GÖTTLICHEN AKTIVEN im Menschlichen Wesen.

Große Aufmerksamkeit gilt diesem Unterschied zwischen dem WESENHAFTEN GÖTTLICHEN in Sich und dem GÖTTLICHEN AKTIVEN. Noch mehr: das GÖTTLICHE AKTIVE ist der PERSÖNLICHE WESENHAFTE GÖTTLICHE AKT und aus dem AKT ensteht dann auch die GÖTTLICHE Energie der GNADE.

Viele verwechseln den AKT mit der GNADE. Die GNADE ist die Energie des AKTES.

Den GÖTTLICHEN AKT wird von der GÖTTLICHEN PERSON vollbracht und das MODELL des AKTES wird zur Energie der GNADE ohne Trennung oder Vermischung.

Der PERSÖNLICHE AKT ist der URSPRUNG und die QUELLE der GNADE, Er ist das Beständige ANTLITZ, während die GNADE als Energie auch Veränderung auf verschiedene Weise der Übertragung des ANTLITZES des AKTES ist. Die GNADE SPIEGELT das ANTLITZ des AKTES WIDER, sie trägt den AKT; aber sie bewirkt nicht den eigentlichen AKT, der ausschließlich PERSÖNLICH WESENHAFT ist.

Biblisch macht man diesen Unterschied zwischen dem AKT und der Energie der GNADE, damit man auch klar unterscheidet zwischen dem In Sich GÖTTLICHEN WESEN einerseits und den AKTEN und den Werken der GNADE andererseits, was von den antiken und metaphysischen Mystikformen in einer luziferischen Logik verdreht und verwechselt wird.

Der Mensch hat in Sich ein SIEGEL des GÖTTLICHEN AKTES, darum hat er in Sich auch eine Quelle der GNADE, er hat das ANTLITZ des GÖTTLICHEN und dessen WIDERSPIEGELUNG durch die GNADE.

Adam im Garten Eden war ins Gewand der GNADE Gehüllt, und durch die ”Erblindung des Baumes des Todes” verliert er das LICHT der GNADE und SPIEGELT nicht mehr das GÖTTLICHE ANTLITZ WIDER, sondern nur das ”nackte” Menschliche Antlitz. Die GÖTTLICHE GNADE SPIEGELT sowohl das GÖTTLICHE ANTLITZ, als auch die Antlitze der Schöpfung WIDER und Verklärt sie im LICHT des SEHENS. Der Mensch ”erblindet” wenn die GNADE (ihn und sein Sehen) nicht mehr verklärt, wenn SIE das SEHEN nicht mehr bewirkt.

Darum spricht die Mystik der Heiligen Väter über das SEHEN durch die GNADE (mehr kann man darüber lesen in unseren früheren Werken, ”Der Mensch, die GEHEIMNISVOLLE GRENZE”, ”Die Verteidigungsantwort”, ”Der Geronta aus den Karpathen”, ”Ecce HOMO”, ”DER CHRISTLICHE LEIB”).

Die Essenz des ANTLITZES ist der BAUM des GÖTTLICHEN LEBENS und das SEHEN durch die GNADE ist die ”Verbindung zwischen” dem GÖTTLICHEN ANTLITZ und dem Antlitz der Schöpfung-dem Geschöpf-dem Baum des Todes.
Der Mensch SIEHT sein Menschliches Antlitz nur durch die GNADE, die gleichzeitig sein SIEGEL des GÖTTLICHEN ANTLITZES WIDERSPIEGELT.

Wenn der Mensch nicht durch die GNADE SIEHT, erblindet das Erschaffene- Menschliche Antlitz und er Sieht sich als ”tot-nackt”; wenn er nicht durch die GNADE das ANTLITZ-das GÖTTLICHE SIEGEL SIEHT, erblindet er auch Wesenhaft und die GÖTTLICHE WIDERSPIEGELUNG wird ihm entrissen.

Der Mensch hat auf diese Weise eine ”doppelte-Erblindung”, die Erblindung des Antlizes-des Menschlichen Geschöpfes (die Nacktheit-den Tod) und die GÖTTLICHE Erblindung (die Entfremdung vom GÖTTLICHEN).

Das ist die Hesychastische Mystik, die zu keiner Mystik passt, die einen ”antiken, metaphysischen Stil” hat oder von einer ”universellen Essenz” spricht.

Es stellt sich die Frage, ob der Christliche Hesychasmus auch einen ”mystischen Ökumenismus” entwickeln kann – das ist eine äußerst delikate Frage.

Der Hesychasmus ist weder ”die Mystik- der Erblindung-der Dunkelheit- des Todes”, noch die ”Mystik des ”Eintritts in das GÖTTLICHE” (wie die nichtbiblischen Mystikformen es sind). Sie ist weder die Mystik des Leibes, noch der Seele, sondern die Mystik des ANTLITZES und der GNADE, eben das, was die anderen Mystikformen ausschließen.

Im Hesychasmus ist das ANTLITZ der INKARNIERTE SOHN GOTTES, CHRISTUS, und die GNADE ist die Wieder-Eröffnung des MYSTERIUMS zwischen ”dem Tod und dem LEBEN” bis in die EWIGKEIT- in das REICH GOTTES, das heißt die Transfiguration des Gartens Eden- die eigentliche ERLÖSUNG des Menschen. Der Hesychasmus ist nicht ”die VEREINIGUNG in der GÖTTLICHEN Essenz”, sondern der ALTAR der EWIGKEIT zwischen dem Baum des Todes und dem BAUM des LEBENS, wo die Welt dem GÖTTLICHEN beim HEILIGEN ABENDMAHL BEGEGNET.

Der Hesychasmus ist ”LITURGIE”, sie ist LITURGISCHE HOCHZEIT, und nicht ”feministische Hochzeit”. Der Hesychasmus ist vollständig PRIESTERLICH, er ist die HOCHZEIT des SOHNES, die der VATER Macht, die EWIGE BEGEGNUNG von SOHN und VATER, in der VERKLÄRUNG des HEILIGEN GEISTES. Das ist der Hesychasmus!

Wir stellen erstmals die Grundmerkzeichen der Hesychastischen Mystik.
Ihr könnt sie nich von Anfang an verstehen.
Wenn ihr euch die Hesychastische Praxis aneignen wollt, müsst ihr alle Einzelheiten beachten und nur so werdet ihr ins MYSTERIUM der Hesychastischen Praxis eintreten können.

Hundert VERSE über den Hesychasmus

I

1. D
er Hesychasmus ist die Christliche Orthodoxe Mystische Praxis. 

2. Die Hesychastische Praxis ist ”das GEHEIMNISVOLLE Suchen des ANTLITZES des Menschen”, der die Aufgabe hat, eine LEBENDIGE GABE am ALTAR zwischen Welt und GOTT zu werden.

3. Der Mensch im Garten Eden war am KREUZWEG zwischen der Welt-dem Baum des Todes und GOTT-dem BAUM des LEBENS, an der GRENZE, die ein ALTAR war, wo der Mensch die WAHL der EWIGKEIT treffen sollte, denn Adam im Garten Eden war unsterblich, aber er besaß nicht die EWIGKEIT-die Hesychie- das RUHEN- die Erfüllte Stille.

4. Mystik bedeutet Mysterium-GEHEIMNIS und der Mensch ist weder Welt noch GOTTHEIT, er ist das GEHEIMNIS-das Mysterium ZWISCHEN Welt und GOTT.

5. So suche nach dem GEHEIMNIS-der Mystik weder in der Welt, noch in GOTT, sondern DAZWISCHEN, auf dem GEHEIMNISVOLLEN ALTAR, wo die BEGEGNUNG der Welt mit GOTT durch den Menschen geschieht. 

6. Der Mensch muss sich Selbst als Geschöpf erkennen, weil er nicht in Sich Selbst GÖTTLICH ist, sondern er hat die AUFGABE, ”die Welt in eine GABE zu Verwandeln”, damit GOTT KOMMT und sie EMPFÄNGT. 

7. Der Mensch kann nicht in das GÖTTLICHE EINTRETEN, weil er vernichtet wird, darum errichtet er einen ALTAR- PLATZ, noch kann das GÖTTLICHE in den MENSCHEN Eingehen, weil er ebenso vertilgt wird, sondern nur an der GRENZE zwischen der Welt und dem GÖTTLICHEN ist ”der PLATZ der BEGEGNUNG und der Eröffnung der EWIGKEIT.”

8. Im Menschen ist das SIEGEL des ANTLITZES GOTTES, aber die BEGEGNUNG MIT GOTT ist nur an der GEHEIMNISVOLLEN GRENZE.

10. Wie du zwischen Welt und GOTT STEHST, das ist die Hesychastische Praxis.


II

11. STEHEN zwischen Welt und GOTT bedeutet die Eigene VERNEIGUNG; entdeck das Geheimnis der VERNEIGUNG und du wirst die Hesychastische Praxis entdecken.

12. Der Mensch ist weder ”rechts noch links”, sondern er ist DAZWISCHEN, wie eine KREUZIGUNG- ein SCHNITTPUNKT, so dass die sogenannte Freiheit des Menschen dieses DAZWISCHEN ist, was bedeutet weder in die Sklaverei der Welt noch in die Vernichtung im GÖTTLICHEN zu fallen, denn nur eine Rechts- oder nur eine Linksfreiheit ist unzureichend und falsch, allein die Freiheit in beiden Richtungen ist vollständig und Wahr.

13. Hier fallen die Engel und der Mensch in Sünde.

14. Fang mit der Praxis der VERNEIGUNG an.

15. Die Heiligen standen mit ausgestreckten Armen wie am KREUZ, oder sie VERNEIGTEN sich mit einer Handgeste, sie verrichteten hunderte bis tausende Verbeugungen oder Niederwerfungen, stunden- oder sogar tagelang.

16. Fang auch du progressiv und mit so viel wie möglich an, auch wenn du dich dazu zwingen musst; mach -zig, hunderte oder tausende von VERNEIGUNGEN jeden Tag. 

17. Es scheint etwas ”formales” zu sein, aber am Anfang ist es wie einen ALTAR aus Stein und Erde bauen, der später HEILIGE STÄTTE wird.

18. Die VERNEIGUNG hat in sich ein WUNDER, weil sie dich HÄLT in dem GEHEIMNISVOLLEN zwischen Welt und GOTT, das dein BEWUSSTSEIN der HEILIGEN WAHL weckt, die weder in der gefallenen Welt, noch im Dämonismus der Selbstanbetung zu finden ist.

19. Im Garten Eden hat Adam sich nicht VERNEIGT und so hat er seine AUFGABE-das ANTLITZ nicht entdeckt, das darin besteht, das ZWISCHEN-ALTAR zwischen Welt und Göttlichem zu sein.

20. Die Engel, die sich nicht VERNEIGTEN, wurden Dämonen; der Mensch, der sich nicht VERNEIGTE, fing an, vom Baum der Welt zu essen-ihn zu verbrauchen.

21. Der Mensch Sprach im Garten Eden mit GOTT, aber er VERNEIGTE sich nicht vor Ihm, weil der Mensch die Verneigung Frei und direkt, als ein Eigenes ANTLITZ, hätte verrichten sollen, denn GOTT Verlangt nicht die Verneigung, aber Er EMPFÄNGT sie als eine GABE.

22. Bringe die erste GABE GOTT dar; VERNEIGE dich vor IHM, das ist der Anfang der Hesychastischen Praxis.

III

23. Es folgt die GEHEIMNISVOLLE NENNUNG, an der GRENZE- am ALTAR; Der Mensch hat in Sich sowohl die Nennung der Welt als auch die NENNUNG GOTTES; die beiden NENNUNGEN müssen als GABE auf dem ALTAR DARGEBRACHT werden. 

24. Es hätte geschehen sollen, dass der Mensch im Garten Eden den NAMEN der VEREINIGUNG zwischen Welt und GOTT ENTDECKT, die im NAMEN des SOHNES GOTTES erfüllt wird, Der sich VERLEIBLICHT als GOTT-MENSCH und Mensch-GOTT. 

25. Das ANTLITZ der Menschen im Garten Eden war eine Vorausgestaltung des SOHNES GOTTES, der die GANZE GABE am ALTAR zwischen Welt und GOTT DARBRINGEN kann.

26. Das ist der Biblische Hesychasmus, das ANTLITZ CHRISTI, das FINDEN des ANTLITZES des Menschen.

27. Fang mit der VERNEIGUNG, der Vorbereitung des Altares, an, Entdeck Dein Eigenes ANTLITZ in der Widerspiegegelung des NAMEN JESU CHRISTI und setze damit in der Hesychastischen Praxis fort, täglich und auch in der Nacht wenn du kannst.

28. Verrichte so viele VERNEIGUNGEN wie möglich, HALTE an der GRENZE der VERNEIGUNG AN und mit den Augen des Leibes und des Verstandes- der Seele Schau die GABE des NAMENS JESU CHRISTI an und VERHARRE so lange wie möglich in der VERNEIGUNG vor dem TABERNAKEL des GEHEIMNISVOLLEN NAMENS. 

29. Du musst dazu gelangen, dass die VERNEIGUNG selbst den NAMEN AUSSPRICHT und der NAME soll die VERNEIGUNG mit GÖTTLICHER GNADE ENTFLAMMEN, bis es dir gelingt, auch Unbeweglich wie in einer IKONE zu VERHARREN.

30. Erst jetzt, nach der VERNEIGUNG und der NENNUNG, beginnt das MYSTERIUM des Mystischens SPRECHENS, das ist das eigentliche Hesychastische Gebet.

31. Man kann nicht direkt zum hesychastischen GEBET übergehen, sondern erst nach der VERNEIGUNG und der NENNUNG, denn nur durch diese können sich die GABEN der VERNEIGUNG und der NENNUNG in die BEGEGNUNG-das Hesychastische GEBET VERWANDELN.

32. Übe die VERNEIGUNG aus: mit dem Verstand, mit dem Leib, mit deinem ganzen Wesen, wenn du gehst, wenn du stehst, wenn du arbeitest...und auch die NENNUNG, bis sie zum Permanenten BEWUSSTSEIN werden. 

IV

33. Im Garten Eden hat Adam nicht die Welt am ALTAR der VERNEIGUNG DARBEBRACHT, wo das MYSTERIUM der VERLEIBLICHUNG des SOHNES GOTTES sich VORAUSGESTALTETE.

34. Im Garten Eden hatte Adam nicht die NENNUNG, weil der GÖTLICHE SOHN hatte sich noch nicht in das ANTLITZ des Menschen INKARNIERT und so musste Adam WARTEN in der VERNEIGUNG, mit der Welt als GABE in der HEILIGEN DARBRINGUNG.

35. Adam aber BRINGT nicht die Welt zum ALTAR der VERNEIGUNG DAR, sondern ”er isst sie selbst auf”, und so fällt er in Sünde, vom Baum des Todes essend.

36. Darum hat die Hesychastische Praxis, wegen der Sünde, auch die Stufe: des FASTENS – ”nicht von den Dingen der Welt essen” und sie zuerst zum ALTAR der VERNEIGUNG Darbringen. 

37. Es gibt noch die Tradition, dass man von etwas nicht essen soll, bis man nicht eine GABE davon zum ALTAR bringt.

38. Der Mensch taucht in ”die Sklaverei der Weltlichen Dinge” unter, in das Vergnügen-das Essen, die Selbstbefriedigung, die auch von GOTT getrennt ist.

39. Der Mensch zerstört seine HEILIGE AUFGABE – das ANTLITZ des Menschen und versinkt in die ”Dunkelheit des Todes”.

40. Aber der Mensch kann sich trotzdem aus dem ”Grab der Sünde” aufrichten, durch die Widerkehr zum Paradiesischen Zustand: er ”soll nicht mehr essen” aus dem Verbotenen Baum”.

41. Fang auch du mit der Praxis an, die darin besteht, nicht mehr vom Baum des Todes zu ”essen”.

42. Es ist schwer, weil alle Vergnügungen der Sünde sind in dir und sie haben sich dir ”eingeprägt” bis in die Tiefe.

43. HALTE jedes Vergnügen an den Weltlichen Dingen AN, und bring alle Dinge der Welt zum ALTAR der VERNEIGUNG; BRINGE zuerst jedes Antlitz der Welt am ALTAR DAR. 

44. ”Die Sünde des verbotenen Essens” brachte die ”Tötung” mit, darum bedeutet das Fasten, dass du nichts mehr isst, was getötet wurde; Brot mit Früchten und Gemüse; die komplizierte ”Küche” ist die Folge der Leidenschaft der Selbstbefriedigung. 

45. Die Askese des Fastens ist ein Großes GEHEIMNIS der Mystik, weil das Fasten nicht das einfache ”Essenverbot ” ist, sondern es die DARBRINGUNG der GABE der Welt am HEILIGEN ALTAR ist.

46. Wer das Fasten nicht durch die DARBRINGUNG Verklärt, ”fastet in Abwesenheit der SAKRALITÄT”; darin besteht der klare Unterschied zwischen einer ”Diät” und dem Mystischen Fasten und dem Ritualischen Fasten.

V

47. Das sind die Ersten Drei STUFEN der Hesychastischen Praxis: die VERNEIGUNG, die DARBRINGUNG, das Fasten.

48. Danach folgen andere Drei STUFEN. Das GEBET, die BEGEGNUNG, die VERWANDLUNG.

49. Die Mystikschulen sprechen über: Reinigung, Erleuchtung, Vereinigung, jede mit einem eigenen Komplex, oft umfassend (Sieh die Philokalischen Schriften der Heligen Väter).

50. Wegen der Sünde, kann man als Erste Stufe betrachten: die Reinigung, die Läuterung, die Reue.
VI

51. Die Zweite STUFE ist nur für die, die die Hesychastische Praxis wirklich suchen und wollen. 

52. Auf der Ersten Stufe, werden die VERNEIGUNG und die NENNUNG als Gebet angesehen, aber das eigentliche GEBET beginnt darüber hinaus. 

53. Die VERNEIGUNG und die NENNUNG sind das AKTIV zum Eingehen in das MYSTERIUM des GEBETES und darum müssen sie verrichtet werden.

54. Das GEBET ist RITUAL und das RITUAL ist GELÜBDE-EID und das GELÜBDE ist gegenseitige VERWANDLUNG.

55. Im GEBET werden die VERNEIGUNG und die NENNUNG Beibehaltet und fortgesetzt, aber diese Gehen in eine BESTÄTIGUNG des GELÜBDES-des EIDES zwischen dir und GOTT ein, die die BEGEGNUNG mit der VERWANDLUNG Hervorruft.

56. Das Ritual bringt das GÖTTLICHE und die Welt ANGESICHT vor ANGESICHT, und dazwischen wird ein GELÜBDE-ein EID Abgelegt.

57. Fürchterlich ist das GELÜBDE-der EID zwischen dir und GOTT; Wehe dem, der dieses GELÜBDE bricht.

58. Die VERNEIGUNG und die NENNUNG geschehen nicht mehr in ”einer leeren” BEGEGNUNG, sondern SIE haben ein EID abgelegt, wirklich und in der Tat ANGESICHT vor ANGESICHT zu STEHEN.

59. Unabhängig ob du mit dem Leib oder mit dem Verstand oder mit dem Geist das RITUAL des BETENS verrichtest, dieses RITUAL kann nicht mehr in Stücke zerlegt oder gebrochen werden, sondern es geht in eine ”glückliche Knechtschaft” der SAKRALITÄT ein.

60. Das Mystische GELÜBDE wird zu der sogenannten ”mystischen Torheit”, und ihre Bestätigung ist die ”mystische Jungfräulichkeit”.

61. Die verschiedenen Mystikformen sprechen über ”die mystische Hochzeit”, die bei vielen in ”falsche Selbstausschweifungen” fällt.

62. Vom biblisch-christlichem Gesichtspunkt aus betrachtet, ist das ANTLITZ der Mystischen HOCHZEIT das ANTLITZ des SOHNES- des BRÄUTIGAMS- des GÖTTLICH- Weltlichen JUNGFRÄULICHEN JÜNGLINGS.

63. Dieses ist noch ein GROßES GEHEIMNIS der Hesychastischen Praxis: niemand kann das Mystische GEBET verrichten, außer im ”ANTLITZ des SOHNES-des BRÄUTIGAMS-des JUNGFRÄULICHEN JÜNGLINGS (der JUNGFRAU): niemand kann ANGESICHT vor ANGESICHT mit GOTT VATER STEHEN, außer das ANTLITZ Seines SOHNES.

64. Daher die Tradition, dass das MYSTISCHE RITUAL niemand verrichten kann, außer den BESTÄTIGTEN- den SÖHNEN GOTTES (die Priester, die Mönche, die Asketen.)

65. Daher auch die Hesychastische Tradition, dass die, die sich dem Hesychastischen GEBET widmeten, eine ”Bestätigung-einen SEGEN der Mystischen Geburt des Sohnes aus dem Vater” von einem Mystischen Geronta erhalten (das mystische Leben im Geist) mussten.

66. Daraus folgt, dass das ANTLITZ des Hesychastischen GEBETES das ANTLITZ CHRISTI, das ANTLITZ des SOHNES, die IKONE-das URMODELL des Zugangs zum GEBET ist.

67. Die antiken, metaphysischen Mystikformen bewahren noch ”verschwommene Erinnerungen” des RITUALS, aber in diesen Fällen ist das RITUAL von der HEILIGKEIT des GEHEIMNISVOLLEN GELÜBDES entleert, das durch CHRISTUS die GÖTTLICHE LIEBE wird – die Transfiguration durch das ANTLITZ der GEBURT des SOHNES aus dem VATER . 

68. Das Ritual als ”antikes Opfer” (insbesondere das durch Tötung-Blutvergießen) ist ein Ritual der Läuterung-der Buße, während das Christliche RITUAL ist tötungsfrei wie das LEBENDIGE des SOHNES.

69. Das ist das MYSTERIUM des Hesychastischen GEBETES: die Verklärung und die VERWANDLUNG, die VERGÖTTLICHUNG durch das ANTLITZ des SOHNES, Der gleichzeitig auch die VERGÖTTLICHUNG durch die GÖTTLICHE GNADE bewirkt.

70. Nur über das ANTLITZ des SOHNES kann der ALLHEILIGE GEIST des VATERS mit Seiner Durchdringenden GNADE Herabsteigen.

71. Die Hesychastische Praxis ist dieses GEBET des ANTLITZES des SOHNES, das den Zugang ÜBER die GRENZE der Welt öffnet. 

72. ”Sieh, Ich bin da, HERR, allumfassender VATER, ins ANTLITZ DEINES SOHNES GEHÜLLT KOMME auch Ich, DEIN Geschöpf. Und Ich STEHE in der VERNEIGUNG vor deinem ANGESICHT, in einem Seligen GEHEIMNISVOLLEN VERHARREN, in Dem ich eine EWIGKEIT VERBLEIBEN möchte”. 

73. ”Aus dem ANTLITZ DEINES SOHNES mache ich den GEHEIMNISVOLLEN ALTAR, und Verklärt-Verwandelt in das Antlitz des Sohnes der Schöpfung, komme auch ich – und sieh, DU EMPFÄNGST mich vor DEINEM ANGESICHT, wo niemand Stehen kann, ausser im ANTLITZ DEINES SOHNES. Denn das Geschöpf kann nicht vergöttlicht werden, außer durch das ANTLITZ des SOHNES, über welchem der ALLHEILIGE GEIST RUHT.”

74. "Mein GEBET als Geschöpf ist ALTAR- ANTLITZ des SOHNES, es ist das RITUAL, an der GRENZE- dem VERHARREN in der LIEBE des SOHNES zu STEHEN, weil die LIEBE ist das GEBET.”

75. Das ist die Hesychastische Praxis, die FINDUNG und die ERFÜLLUNG im ANTLITZ des SOHNES, in Dem auch das Geschöpf Vergöttlicht werden muss.

76. Das GEBET ist das GEHEIMNISVOLLE SPRECHEN zwischen dem Sohn, der sich VERNEIGT und Sich zum VATER BEKENNT, und dem VATER, die LIEBE der EWIGKEIT.

77. Die Hesychastische Praxis ist das Ersteigen der Ersten STUFE: die VERNEIGUNG und die BENENNUNG des ANTLITZES des SOHNES, um zur STUFE der VERWANDLUNG in das ANTLITZ des Sohnes zu gelangen, durch Das die GABE des ANTLITZES des SOHNES zum RITUAL des GEBETES- des SPRECHENS der GÖTTLICHEN LIEBE werde.

78. So ist die ”Hesychastische Praxis” nicht die Mystik der ”sogenannten Vergeistigung”, der Reduzierung der Welt zu einer ”Essenz”, sondern die Mystik des ”Austritts aus der Sünde des Todes” und die der ERFÜLLUNG des ANTLITZES des Menschen, die GEHEIMNISVOLLE GRENZE zwischen Welt und GOTT dem SCHÖPFER.

79. Der Mensch ist die EINHEIT zwischen der Welt und dem GÖTTLICHEN.

80. Der Mensch ist nicht ein Erzeugnis der Natur, sondern er ist die Über -Natur, er ist aus der ”Erde der Welt” und dem ODEM GOTTES erschaffen, die das ANTLITZ des Menschen- die GRENZE zwischen der Welt und dem GÖTTLICHEN werden. Der Mensch ist die EINHEIT, also nie ein ”Teil”, weder nur Natur-Welt, noch nur GÖTTLICHKEIT, sondern das ZWISCHEN- BEGEGNEN (ohne Ausschluss).

81. Der Mensch ist nicht ”eine Struktur der Erschaffenen Natur” und eine Struktur der GÖTTLICHEN GEISTIGKEIT (wie die Metaphysiker behaupten), sondern der Mensch ist ausschließlich ein GANZES-ANTLITZ des Menschen, die GRENZE ZWISCHEN dem Leib der Welt und dem GÖTTLICHEN GEIST. 

82. Die Sünde zerteilt das GANZE des Menschen in eine ”Struktur des Memorials”, als Leib und Seele, die sich gegenseitig vernichten.

83. Der Leib und die Seele in Abwesenheit des GANZEN ANTLITZES des Menschen befinden sich in einer Abnormalität der Sünde.

84. Die Hesychastische Mystik ist nicht die Mystik ”im” Leib, auch nicht die ”in” der Seele, sondern nur die im GANZEN ANTLITZ des Menschen, im ANTLITZ des SOHNES- der GÖTTLICHEN Ähnlichkeit.

85. Der sündige Leib muss sich sein Menschliches ANTLITZ und auch die Seele soll sich das Menschliche ANTLITZ suchen, aber nicht in den eigenen ”leiblichen und Geistigen” Erscheinungen (die Selbst-Vergöttlichungen mit dämonischen Wahnvorstellungen erzeugen).

86. Sowohl der Leib als auch die Seele haben in Sich ”das MEMORIAL” des ANTLITZES des Menschen, das oft mit dem GÖTTLICHEN verwechselt wird; deshalb die Mystische Sorge um das Unterscheiden des Geistes im Leib und in der Seele von dem GÖTTLICHEN GEIST des ANTLITZES des SOHNES, als dem GANZEN ANTLITZ des Menschen.

87. Die GÖTTLICHE GNADE kann sowohl das Leibliche als auch das Seelische ”DURCHLEUCHTEN”, aber das GEISTIGE SEHEN kann nur das GANZE ANTLITZ des Menschen haben, darum ist die Hesychastische Mystik eine IKONISCHE Mystik des ANTLITZES. 

88. Nur das ANTLITZ des Menschen kann die GABE- das WEIHBROT der Welt im LITURGISCHEN BILD DARBRINGEN, damit sie der GÖTTLICHE LEIB des GÖTTLICHEN SOHNES wird.

89. Nur die Biblisch-Christliche Mystik ist die LITURGISCHE Mystik, die anderen Formen sind entweder nur ”vorausgehende”, oder psychisch-physische Strukturen entleert vom ANTLITZ (davon der Panteismus und die Selbstvergöttlichung in der Ent-personalisierung des Menschen, bis zur ANTLITZ-losen”Essenz”).

90. Das ANTLITZ- lose Gebet, das nur ”Geistig wesentlich-essentiel” wäre, ist nicht das Hesychastische Gebet, darum im Hesychasmus Sucht der Mensch Sein ANTLITZ des Menschen-des SOHNES, das einzige, das vor dem ANGESICHT GOTT des VATERS STEHEN kann.

VII

91. Es folgen andere Drei STUFEN der Hesychastischen Praxis: die EUCHARISTISCHE VERWANDLUNG, das HEILIGE ABENDMAHL, die EUCHARISTIE.

92.Wenn bis jezt jeder Zugang haben kann, werden von nun an nur die, die ”das GEWAND der HOCHZEIT” tragen, ”zugelassen”; wer ”heimlich und verstohlen” hineingeht, wird hart bestraft. 

93. Der Mensch, der vor GOTT VATER als GABE des SOHNES DARGEBRACHT WIRD, VERWANDELT sich ”noch einmal” in den EUCHARISTISCHEN LEIB CHRISTI, den Absoluten GÖTTLICHEN SOHN, Der auch uns in Sein ANTLITZ ÜBERNIMMT, wie der WEINSTOCK alle seine ”jungen Triebe”.

94. Achtung! Es gibt Zwei VERGÖTTLICHUNGEN im Hesychasmus, die Erste durch die VERWANDLUNG in das ANTLITZ des SOHNES (der vor dem VATER STEHT) und die Zweite, die VERWANDLUNG - ÜBERNAHME-VEREINIGUNG ZUM EINEN (WEINSTOCK) SOHN -CHRISTUS.

95. Die Erste ist eine Persönliche Vergöttlichung, die ZWEITE ist eine Kosmische und Über-kosmische EUCHARISTISCHE VERGÖTTLICHUNG, die zum Kosmischen, HEILIGEN ABENDMAHL wird, wo Himmel und Erden gleichzeitig sind, wo die Welt und GOTT am ANTLITZ der EWIGKEIT sich EUCHARISTISCH VEREINEN.

96. Auf dieser Stufe, braucht die Hesychastische Praxis einen tüchtigen Geistigen Vater und Wegweiser, denn wer ”ein frecher Dieb” ist, der wird wie die Engel, die Dämonen wurden, bestraft.

97. VERHARRE an der GRENZE ”des Fastens und der VERNEIGUNG”; VERHARRE im IKONISCHEN GEBET im ANTLITZ der LIEBE des SOHNES vor dem ANGESICHT des VATERS, BLEIB EINE EWIGKEIT STEHEN, und dieser ZUSTAND-diese GEHEIMNISVOLLE GRENZE wird sich ÖFFNEN auch in die EUCHARISTISCHE EWIGKEIT, die nur der ALLHEILIGE GEIST durch Sein GEHEIMNIS vollzieht, das ALLES VEREINT in dem EINEN LEIB des INKARNIERTEN SOHNES: CHRISTUS GOTT und der Welt, gleichzeitig und ohne Vermischung.

98. Lass dich nicht von der ”Schlange -dem Dämon” betrügen, dass du die ”Magie des Baumes der Verführung- des Todes” oder den Dämonismus der gefallenen Engel, der antlitzlosen Vergeistigung betreibst...

99. BLEIB an der GEHEIMNISVOLLEN GRENZE zwischen Welt und GOTT STEHEN, BLEIB UNBEWEGT wie in einer IKONE, HALTE am ALTAR des ANTLITZES der LIEBE des SOHNES AN; VERHARRE im VERHARREN selbst an der GRENZE und dadurch wirst du ins JENSEITS HINÜBERSCHREITEN.

100. Die Hesychastische Praxis ist die Mystik des Absoluten VERHARRENS, die Hesychie-die Ruhe -der absolute FRIEDEN; aber sie ist nicht das ”Verharren in der Leere” (wie bei den metaphysischen Mystikformen), sondern das VERHARREN in der GANZHEIT der Welt und GOTTES, die wie in der IKONE sich BEGEGNEN und RUHEN, in der LIEBE der EWIGKEIT, im ANTLITZ des SOHNES-ANTLITZ der EWIGKEIT. 

(Hieromönch Ghelasie Gheoghe, die Auswahl ”Hesychasmus”; siehe Hierom. Ghelasie Gheorghe, ”Hundert VERSE über den Hesychasmus”, die Zeitschrift ”Sinapsa”, nr.II/2008, SS. 193-197.

Übersetzung aus dem Rumänischen von Monica Lassarén.

Die rumänische Version kann man hier finden:

http://ghelasiegheorghe.blogspot.com/2010/06/ierom-ghelasie-gheorghe-o-suta-de.html )